EifelCycling Team

Helmuts Rennbericht zum 24h in Duisburg

Hitze- und Staubschlacht am Monte Schlacko

Normalerweise fange ich bei meinen Berichten von den 24h Rennen immer mit der Anreise zu den Events an. Diesmal aber nicht.
Die Montage nach den Rennen nutze ich normalerweise immer zum Relaxen. Das war diesmal leider nicht machbar. Unser Wohnwagen und unser Auto waren so sehr mit Staub verdreckt, daß ich den ganzen Tag geputzt habe wie ein Irrer. Dieser verdammte Staub war überall. Quasi musste ich den Wohnwagen komplett zerlegen um den Monte-Schlacko-Staub aus den letzten Ritzen zu holen. Ein Gutes hatte es aber, der Wohnwagen blinkt nun wie neu.
Aber nun zum Rennen.
Freitagmorgen sind wir angereist und haben dann bei einer Affenhitze unser Lager eingerichtet. Wir haben dabei jede Möglichkeit genutzt um uns im Schatten ein wenig auszuruhen. Die Hitze stand im LaPeDu wie in einem Backofen. Da es in den letzten Wochen außerdem kaum geregnet hat, war das Gelände staubtrocken. Es war so ausgedörrt, daß es noch nicht mal erlaubt war zu grillen.
Also alles gemütlich an der Strecke aufgebaut und für den nächsten Tag vorbereitet. Da ich mit Ralf dieses Jahr solo fahren wollte, konnten wir leider nicht mit unseren Teamkollegen, die im zweier und den vierer Teams fahren, zusammenstehen.
Abends haben wir alle noch zusammen die Rennen der Kids angeschaut und haben Jan, Luca und Fenja angefeuert. Die beiden Jungs sind wie echte Racer geheizt und haben die Plätze zwei und drei belegt. Super gemacht! Fenja hat mit den Jungs in ihrer Altersklasse auch super mitgehalten! Anschließend hat das ganze Team noch einen schönen Abend verbracht. Nun waren die Temperaturen auch erträglich.
Als ich ins Bett gehen wollte war es im Wohnwagen schön schnuckelig warm. Quasi die optimale Temperatur zum Niedertemperaturgaren von Braten und Bauchspeck 😊. Komischerweise hab ich doch einigermaßen gut geschlafen.
Morgens dann lecker gefrühstückt und dann langsam alles für den Start vorbereitet.
Um halb zwölf hat Chris Heck sich die Räder von Ralf Kaltz und mir geschnappt und hat sich in die Startaufstellung begeben. Was für ein klasse Service . Und was soll ich sagen, unser Betreuerteam bestehend aus meiner lieben Frau, Christian Heck mit seinen Söhnen Jan und Luca, Uwe Schmitz und zu guter Letzt Volker Berg, haben das ganze Rennen über einen unglaublichen Spitzenjob gemacht. Hier nur ein Beispiel wie alles so lief.
Da es so heiß war, habe ich mich entschieden, jede Runde kurz anzuhalten und mich mit Wasser zu kühlen. Das lief dann so ab: Christian hat mir einen nassen Schwamm in das Trikot im Nacken gesteckt, die beiden Jungs haben meine Beine komplett mit Trinkflaschen nassgespritzt, meine Frau hat mir ein Stück Apfelsine in den Mund gesteckt und Volker hat währenddessen die Trinkflasche ausgetauscht. Das war wie bei einem Boxenstopp in der Formel eins! Unglaublich wie das so lief. Aber ich fand es super und die 10 Sekunden waren es mir wert. Danach konnte ich immer schön weiterfahren und hab mich dabei trotz der Hitze einigermaßen gut gefühlt.
Platzierungen haben mich zu der Zeit überhaupt nicht interessiert. Ich wollte erst mal einigermaßen in die Nacht kommen.
Neben dieser Hitze war es aber auch noch so staubig wie noch nie in Duisburg. Die äußeren Umstände waren noch nie so schwierig wie dieses Jahr. Mimimimi 😊.
Als es dann endlich dunkel und etwas kühler wurde, war eigentlich meine Zeit gekommen. Aber es ging nicht besser. „So ein Driss! Was ist denn nur los?“ dachte ich mir, aber es lief nicht wie gewohnt. Ich bekam schlecht Luft und meine Augen fingen an zu brennen. Gegen die Luft konnte ich nichts machen, außer vielleicht etwas langsamer fahren. Aber noch langsamer fahren wollte ich nicht. Gegen das Brennen der Augen hab ich mir in jeder zweiten oder dritten Runde die Augen und das Gesicht mit einem Schwamm gewaschen. Das tat dann gut. Nebenwirkung davon war dann allerdings nasse Handschuhe. Auch das tat am Anfang noch gut.
In die Nacht bin ich dann auf Platz drei liegend gefahren. Das war ein tolles Gefühl. Die ganze Nacht hab ich dann alles gegeben um den Platz zu halten. Leider war es nicht genug. Morgens lag ich dann auf dem vierten Platz.
Durch die nassen Handschuhe haben sich im Laufe der Zeit in der rechten Handfläche eine paar schöne Blasen gebildet.
Nun ging es darum angreifen und das Allerletze aus mir rauszuholen. Also Attacke!!! Aber nach einigen Runden musste ich feststellen, daß der Drittplatzierte immer auf meine Rundenzeiten reagierte und sich deshalb der Abstand nicht änderte. Gegen 9:00 Uhr am Sonntagmorgen habe ich mich entschieden, meinen vierten Platz nach hinten zu sichern und den Rest des Rennens ein wenig langsamer zu fahren. Für mich zählte ab da nur noch, das Rennen zu Ende zu fahren. Nach dieser Entscheidung konnte ich meinem Teamkollegen Ralf „The Diesel“ Kaltz noch ein bisschen helfen seinen dritten Platz zu sichern. Am Ende wurde Ralf in der Solo Elite Klasse Dritter, ich wurde in der Masterklasse Vierter, unser Zweierteam wurde spitzenmäßig Zweiter und unser schneller Vierer wurde, bei einer mit super besetzen Konkurrenz, Achter. Unser Viererteam der Masterklasse ist in der Nacht leider durch einen Sturz ausgebremst worden. Unsere Ladys sind auf einen tollen, hart umkämpften vierten Platz gefahren. Top gemacht Jungs und Mädels!!!
Ganz besonders möchte ich mich bei meinen Betreuern bedanken, die alles Mögliche gemacht haben, um mich glücklich zu machen. Sorry mein Schatz, dafür, daß unser Wohnwagen aussah, als wäre er in einen Tropensturm geraten, besonders schlimm war es ja drinnen. Danke mein Schatz für deinen Support. Danke Christian, Jan, Luca, Uwe und Volker für euren Einsatz. Danke allen Teammitgliedern vom Eifel Cycling Team und Hape Bikes für eure Unterstützung auf und neben der Rennstrecke. Danke allen anderen Fahrern und Zuschauern, die ganz besonders die Solofahrer angefeuert haben. Für mich ist es immer ganz was Besonderes als Solofahrer im Feld unterwegs zu sein.
Es war ein tolles Wochenende.
Helmut

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